Marianne Brandt: Triumph in der Metallwerkstatt

Marianne Brandts Aufnahme in die Metallwerkstatt gelang durch ihre Beharrlichkeit, ihr Talent und die Unterstützung von László Moholy-Nagy 💡
In den frühen 1920er Jahren war das Bauhaus in Bezug auf die Geschlechterrollen eine unerwartet orthodoxe Institution. Ungeachtet des progressiven Manifests wurden Studentinnen von schweren Materialien ferngehalten und in die Webereiwerkstatt gedrängt. Dies war eine Grenze, die Marianne Brandt nicht akzeptierte. Als leidenschaftliche Studentin des Industriedesigns war sie so talentiert und beharrlich, dass sie die Aufmerksamkeit von László Moholy-Nagy erregte, dem neuen Leiter der Metallwerkstatt. Moholy-Nagy erkannte ihr brillantes Formgefühl und brach mit der Tradition, um sie 1924 aufzunehmen. Ihre Anfangszeit war nicht leicht. Ihre männlichen Kollegen ließen sie die härtesten und einfachsten Arbeiten erledigen, wie das eigenhändige Herausschlagen spröder Bleche, damit sie ging. Anstatt unter dem Druck zu zerbrechen, wuchs Brandt über sich hinaus und wurde erfolgreicher denn je. In der Folge entwarf sie einige der ikonischsten und geometrisch reinsten Stücke in der Geschichte des Bauhauses, darunter ihr berühmtes Teeei von 1924. Im Jahr 1928 trat sie erfolgreich die Nachfolge von Moholy-Nagy als stellvertretende Werkstattleiterin an und bewies damit, dass Kompetenz keine Frage des Geschlechts ist.
Base Material
- Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung. „Bauhaus 1919–1933“.
- MoMA | The Museum of Modern Art. „Das Bauhaus“.
- Encyclopædia Britannica. „Bauhaus“.